Nur 5 Minuten!
Lyrics für den Song Nur 5 Minuten
Ich mach nur kurz was für den Stream.
Ganz klein.
Nichts grosses.
Nat sagt nichts.
Sie kennt mich.
Ich wollte nur ein Bildchen bauen,
kurz was testen, kurz mal schauen.
Ein Text dazu, ein kleiner Schnitt,
mehr braucht es eigentlich doch nicht.
Doch dann fehlt Schatten, Licht und Klang,
und plötzlich dauert alles lang.
Ich sag: „Das muss noch sauber sein.“
Nat fragt nur: „Fällt das irgendwem auf?“
Ich: „Nein.“
Wenn ich sage: „Das reicht schon fast“,
wird noch schnell was angepasst.
Wenn ich sage: „Das ist gut“,
fehlt mir trotzdem noch der Mut.
Das dauert nur fünf Minuten!
Fünf Minuten, höchstens zehn,
mehr kann wirklich nicht geschehn.
Dann sind plötzlich Stunden weg,
und Nat grinst nur frech ums Eck.
Vier Programme, Kabelsalat,
irgendwo verzweifelt Nat.
Ich sag: „Fast fertig, glaub es mir.“
Sie sagt: „Das sagst du seit halb vier.“
Ein kleiner Gag für ihren Stream,
das war zumindest mal der Dream.
Ein Bild, ein Ton, vielleicht ein Licht,
mehr braucht ein Mensch nun wirklich nicht.
Doch wenn schon Song, dann richtig Mix,
wenn schon Bild, dann ohne Knicks.
Wenn schon Video, dann bitte fein,
sonst kann ich’s auch gleich lassen sein.
Aus zehn Sekunden wird ein Plan,
an dem man Wochen bauen kann.
Und wenn Nat fragt: „Muss das so sein?“
Sag ich: „Nein. Aber schöner wär’s halt schon.“
Na fein.
Wenn es neunundneunzig passt,
wird die Eins noch angefasst.
Denn „gut genug“ ist schön und nett,
doch leider nicht mein Alphabet.
Das dauert nur fünf Minuten!
Fünf Minuten, höchstens zehn,
mehr kann wirklich nicht geschehn.
Dann sind plötzlich Stunden weg,
und Nat grinst nur frech ums Eck.
Vier Programme, Kabelsalat,
irgendwo verzweifelt Nat.
Ich sag: „Fast fertig, glaub es mir.“
Sie sagt: „Das sagst du seit halb vier.“
Der Stream braucht eigentlich nur Spaß,
doch ich geb lieber richtig Gas.
Ein kleiner Einspieler wär genug,
doch „genug“ klingt irgendwie nach Betrug.
Noch ein Detail, noch ein Effekt,
noch ein Fehler neu entdeckt.
Keiner sieht ihn, keiner fragt,
doch ich weiß, dass er mich jagt.
Nat sagt: „Tami, lass es gut.“
Ich sag: „Ja gleich.“ Mit festem Mut.
Dann ändre ich zum sechsten Mal
ein Detail im Hintergrund minimal.
Wenn ich sage: „Jetzt ist Schluss“,
kommt noch das, was unbedingt muss.
Und was unbedingt noch nötig war,
weiß morgen keiner. Wunderbar.
Das dauert nur fünf Minuten!
Fünf Minuten, höchstens zehn,
mehr kann wirklich nicht geschehn.
Dann sind plötzlich Stunden weg,
und Nat grinst nur frech ums Eck.
Vier Programme, Kabelsalat,
irgendwo verzweifelt Nat.
Ich sag: „Fast fertig, glaub es mir.“
Sie sagt: „Das sagst du seit halb vier.“
Gut genug?
Was soll das sein?
Da passt noch ein Übergang hinein.
Das sieht doch keiner?
Ist mir klar.
Ich seh es.
Und deshalb bleibt es da.
Aus einem Gag wird Produktion,
aus einer Idee fast Tradition.
Und wenn der ganze Aufwand keiner sieht,
weiß ich wenigstens,
warum er geschieht.
Nur noch ein Pixel.
Nur noch ein Ton.
Nur noch ein Schnitt.
Dann passt es schon.
Nur noch ein Layer.
Nur noch ein Licht.
Nat: „Das merkt doch keiner.“
Ich: „Darum geht’s nicht.“
Das dauert nur fünf Minuten!
Fünf Minuten, höchstens zehn,
mehr kann wirklich nicht geschehn.
Dann sind wieder Stunden weg,
und Nat grinst nur frech ums Eck.
Vier Programme, Kabelsalat,
irgendwo verzweifelt Nat.
Ich sag: „Jetzt bin ich wirklich durch!“
